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Concept

Seit Beginn der Entwurfsstudien wies der Baukomplex, der zwar auf mindestens vier verschiedene Körper verteilt ist, seine eigene, einheitliche Autonomie auf, da er vom Meer aus als ein einziger Block sichtbar ist, der sich rund um eine natürliche Hochebene mit einer Fläche von etwa 500 m² entwickelt. Unterhalb des Fußweges ist er auf eine unwegsame Klippe aus grauer Lava mit dunkelroten Farbschattierungen gebettet.

Die Verwirklichung eines sektoralen Eingriffs, der sich nur auf einen Teil des Komplexes bezieht und bei dem eventuell die anderen ausgeschlossen werden, stellte sich sofort als unmöglich heraus.

Das Element, das die Baustrukturen vereinte, war die Einfriedungsmauer aus Stein, die auf der Klippe errichtet worden war und die Gebäudekörper, die mittlerweile seit Jahrzehnten verlassen waren, gegen das Meer hin umgab, wobei sie der natürliche Formung der Felsen folgte.

Es wurden die räumlichen Beziehungssysteme erforscht, die eingesetzten Materialien und die Bautechniken, mit dem Ziel, sich ihre Sprache anzueignen, um einen minutiösen Umbau in die Wege zu leiten, im Einklang mit jener Baukultur menschlicher Manufakte, die sich perfekt in die natürliche Umgebung einfügen.

Die ältesten Dokumente, nämlich die Stiche, die aufgefundenen fotographischen Erinnerungen, die Erfahrung, die in der modernen ‚fabrica‘ gelebt wurde, haben es ermöglicht, Kenntnisse über die Besiedelungskriterien zu erwerben, deren Rationalität bei der Verteilung der Volumen und der Anordnung der Gebäude im Verhältnis zum Meer es ermöglicht, den Risiken der Natur zu trotzen.

Dieses Bedürfnis beeinflusst die einzigartige und unterschiedliche Beziehung zwischen jeder Baueinheit und der Küstenlinie: bisweilen ist die Ebene für die Errichtung des Gebäudes höher und weniger nahe an den Fluten, bisweilen ist sie niedriger, wo die Fluten es gestatten, und andere Male ist sie noch niedriger, beinahe schwimmend, weil sie durch eine Felskrümmung geschützt ist.

Innerhalb des einheitlichen Gebäudekomplexes folgte die aktuelle Unterteilung den natürlichen Vorgaben der Errichtungsebenen und den Bewegungen der Vorderseiten im Verhältnis zur Küste, mit dem Ziel, vier Wohneinheiten zu schaffen, die trotz der neuen internen Grenzen die gemeinsame Zugehörigkeit zu jenen ursprünglichen Strukturen zeigen sollten, die die Ausgangsbasis bildeten.

Indem sämtliche vorgefundenen, ursprünglichen Merkmale der typischen äolischen Architektur neu aufgegriffen wurden, wurde die Vergangenheit in die heutige Zeit versetzt, wobei einige wenige Detaillösungen am Rande aktualisiert wurden und antike Formen mit neuen Materialien nachgezeichnet wurden. Daher sind heute, nach Abschluss des Eingriffs, die ursprünglichen Volumen auf diskrete und gelungene Weise zu neuem Leben erwacht.